Was ist Gebet? Ein liebevoller Dialog des Herzens mit Gott. Aber auch fürbittendes Schreien zu Gott voll Enthusiasmus und Leidenschaft. Unsere Vision ist: Gebet rund um die Uhr. So wie „der Ankläger unserer Brüder“ die Menschen Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt (Offb 12,10), so sollen unsere Stimmen Tag und Nacht erschallen, um mit Gottes Plänen überein zu stimmen. Während die Welt sich Tag und Nacht nur um sich selbst dreht und ihren Schöpfer vergisst, wollen wir Tag und Nacht bekennen, dass ER allein der Herr ist.
Wir wollen Menschen des Gebetes sein. Nicht um aus der Welt zu fliehen. Sondern - und das bedeutet Fürbitte eigentlich - mit den Augen Jesu auf die Welt sehen. Wir wollen unsere Hände ausbreiten für eine Generation, die Gott nicht mehr kennt und für eine Kirche, an der so vieles tot und zerschlagen wirkt. Wir sehen unseren Dienst, als „Wächter auf der Mauer“ (Jes 65,7) zu stehen und Tag und Nacht nach dem Wirken Gottes in unserer Zeit zu rufen.
Wie der Katechismus der Kath. Kirche (§ 2634) betont, ist christliche Fürbitte immer Anteilnahme an dem Gebet des einen Fürbitters: Jesus Christus, der „allezeit lebt, um für uns einzutreten“ (Hebr 7,25). Unser Gebetsleben kennt also keine wirkliche Trennung zwischen kontemplativen und fürbittenden, persönlichen und gemeinschaftlichen Formen des Gebets: indem wir unsere persönliche Beziehung zu Jesus vertiefen und ihm unsere Liebe in Anbetung und Lobpreis ausdrücken, weitet sich unser Herz für die Nöte der Mitmenschen. Und indem wir in Fürbitte für die Welt und die Kirche eintreten tun wir dies in einem liebenden Blick auf den einen, der sich selbst als reine Opfergabe darbrachte, um für uns Sünder einzutreten.

